junges theater spectaculum e.V.

Probsteier Herold, Freitag, 28. September 2007

Gunter Hagelberg inszeniert Goethes "Faust"

Kiel/Preetz (PH) Der aus Schönberg stammende Regisseur und ehemalige Lehrer Gunter Hagelberg hat mit seinem Ensemble des "jungen theaters spectaculum" und einem großen Chor Goethes "Faust I" inszeniert.

Am Sonnabend, 17. November, wird diese Aufführung im großen Saal des Kieler Schlosses gezeigt. Karten sind bei der Konzertkasse Streiber zu erhalten (Telefon 0431-91416). Aber auch schon vorher kann man die Inszenierung in der Aula des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Preetz von Montag, 5., bis Sonnabend, 10. November, sehen (Kartenvorverkauf unter Telefon 04342-2526).

Wie Hagelberg sagt, war es immer Goethes großer Wunsch gewesen, einen Komponisten zu finden, der seinen Faust vertont. Verschiedene Vorschläge führten aber nie zu dem gewünschten Erfolg. "Mozart hätte den Faust komponieren müssen", fiel ihm erst 38 Jahre nach dessen Tod ein.

Wenn es auch nicht nachträglich möglich ist diesen Wunsch Goethes zu erfüllen, so hat wohl doch die Idee gereizt, einzelne Szenen und Monologe durch Chor und Solo-Gesang zu ergänzen und zu verstärken - durch Mozart, Brahms, über Rheinberger bis zu Eigenkompositionen aus dem Bereich Jazz/Rock.

"Die Besonderheit der Inszenierung richtet sich nicht nur an Gymnasiasten und Akademiker, sondern auch an jung gebliebene Menschen unserer Zeit zwischen 15 und 95", verspricht Hagelberg und setzt fort: "Verführung, Morde, Drugs und Crime - was sollte damals anders sein?" Das sei der Stoff, aus dem auch Faust I gemacht ist. Schließlich verführt er Gretchen, tötet mit einem vermeintlichen Schlafmittel deren Mutter, ermordet ihren Bruder und zerstört die bürgerliche Welt Gretchens, die aus Verzweiflung und sozialer Ächtung ihr Kind umbringt.


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